Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Römer 12,21)
„Wir lieben unsere Feinde, deshalb halten wir an unseren Feindbildern fest“, so schreibt der Theologe Arnd Henze. Was er damit sagen will: So groß ist die Bereitschaft, sich zu versöhnen oder in Frieden leben zu wollen, gar nicht. Es macht auch Freude, an den Feindbildern festzuhalten, mit anderen sich über den einen oder die andere aufzuregen: „Der schon wieder …“, „Die da oben …“, „Unmöglich, was die gemacht hat …“.
Gar nicht so einfach. Der Wochenspruch gibt die Richtung vor. Er benennt zuerst mal, dass es Böses in der Welt gibt. Vermutlich geht es gar nicht um ein böses Wesen, das da sein Unwesen treibt. Vermutlich geht es um das Böse, was Menschen einander antun. Da ist das Verharren bei den Feindbildern noch etwas Harmloses. Der Blick in die Welt und die gegenwärtigen kriegerischen Auseinandersetzungen zeigt, wozu der Mensch fähig ist. Dass der Mensch dem Menschen doch ein Wolf ist und ihm die Butter auf dem Brot nicht gönnt.
Da sagt der Wochenspruch: Steig aus aus dem Mechanismus. Fang an, Gutes zu tun.
Aber – was ist das Gute?
Für mich sagt Gott, wie er sich unser Zusammenleben vorstellt: Alles, was dem Leben dient, ist gut. Klar geregelt in den 10 Geboten. Auf Gott ausgerichtet, sich so dem Nächsten zuwenden, damit der gut leben kann. Diese Regeln sind nicht gegen mich gerichtet, sondern für mich da.
Und deshalb, nicht schwer, eigentlich. Und da wir von Jesus Christus her, immer wieder den Neustart lernen, können wir gleich beginnen, Gutes zu tun.