Pfingstsonntag - 24. Mai 2026

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. (Sacharja 4,6b)

Was für ein Wort des Friedens. Und wir hören es jetzt im Mai, als der letzte Weltkrieg hierzulande endete. Es soll nicht durch Heer, nicht durch Macht, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.
Ein uraltes Wort, es eilt durch Raum und Zeit und unmittelbar in unseren Mai 2026 hinein. 

In diese Welt, die immer noch auf militärische Gewalt baut und immer noch voller Furcht auf menschliche Macht starrt wie schon einmal und schon einmal und schon einmal.

Was für ein zeitloses göttliches Wort ist das, das den Menschen nicht aufgibt und loslässt, das den Geist in die Köpfe zurückruft, das die Herzen wieder mitdenken lässt und die Hände vom Abzug nimmt.
Durch Geist soll es geschehen. Und dieses Friedenswort wird übersetzt werden in tausend Sprachen, und die Menschen werden es hören wie eine einzige Muttersprache, die sie verbindet. Sie setzen sich dazu unter die alten Ölbäume, von denen die prophetische Vision des Sacharja uns weiter erzählt.

Gott sendet seinen Geist, wieder und wieder und wieder, zum Trost, zum Widerstehen, zum Leben in Frieden. Vor dem geistigen Auge ist Frieden längst möglich. Ein Frieden, der nicht ausgehandelt noch militärisch erkämpft, aber immer ausgerufen, hinausgejubelt wird. Ein Frieden, der von Gott kommt, dem das Leben etwas bedeutet.

Möge die Kraft dieses Gedankens die Herzen seiner Menschen fluten. Möge dieses geistgefüllte Wort sich in Buchseiten und Zeitungsspalten verströmen, möge es uns ganze Nachrichtensendungen und Film- und Serienabende schenken, mögen nach den Osterspaziergängen nun überall neue Pfingstwege begangen werden im Kleinen und im Großen, bewegt, getröstet, und gestärkt im Geist, einander zugeführt im Frieden.

Nur ein Traum? – Wie oft schon ist ein himmlisches Wort durch Raum und Zeit geeilt, im richtigen Moment am richtigen Ort, um Menschen ins Herz zu fallen oder die Gedanken auf neue Pfade zu führen. Pfingsten heißt: Gott Geistvolles zutrauen und ihm dafür Wirkungsräume schenken. Am besten in uns selbst. Und gerne auch in den anderen.